Dr. Jürgen Babisch, Jena

Dr. Jürgen Babisch, Jena

In der Klinik für Orthopädie der Friedrich Schiller Universität in Jena werden jährlich zwischen 800 und 900 Patienten mit einer Hüfttotalendoprothese versorgt. Neben vorwiegend primären Koxarthrosen machen die Dysplasiekoxarthrosen dabei ca. 10 % aller Fälle aus.

Gerade bei dieser Patientengruppe erfordert die Beseitigung der pathologischen Gelenksituation infolge der Implantation eines künstlichen Gelenkes eine intensive präoperative Vorbereitung.

Dabei sollte sich der Operateur im Vorfeld des operativen Eingriffes, der meist navigationstechnisch unterstützt durchgeführt wird, Klarheit über die Implantatplatzierung, aber auch über Typ und Größe des zu verwendenden Implantates verschaffen.
Als wichtiges Hilfsmittel in der Operationsvorbereitung kommt dafür in der Klinik das Planungsprogramm medicad der Fa. Hectec GmbH zur Anwendung. Dieses Softwaretool ist nicht herstellergebunden.
Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Planungsfolien aller bekannten Implantathersteller eingebunden sind und somit in Kliniken mit verschieden breiten Spektren an Implantattypen universell einsetzbar ist. Die Erarbeitung der Planungsvorschläge zur Hüfttotalendoprothesenimplantation erfolgt mit Hilfe der Programmmodule „Hüfte“ bzw. „Hüfte/Biometrie“. Diese werden an standardisiert aufgenommenen, digitalisierten und kalibrierten Röntgenaufnahmen ähnlich einem CAD-Programm generiert.

download PDF (de)
2008